ÜBER KARATE

Turnverein Planegg-Krailling von 1907 e.V.

Karate, was soviel bedeutet wie „leere Hand“ oder waffenlose Selbstverteidigung, meint auch, dass man zum Erlernen von etwas Neuem seinen Geist „leer“ machen muss, um frei von Vorurteilen und fixiertem Denken zu werden. In diesem Sinne, also zur Vervollkommnung des Charakters, wollte Gründer Gichin Funakoshi das von ihm gegründete moderne Karate verstanden wissen. Natürlich kann Karate auch wettkampfmäßig, sportlich oder zur Selbstverteidigung betrieben werden. Auch wenn das Eine das Andere nicht unbedingt ausschließt, so legen wir besonderen Wert auf den traditionellen Sinn der Übung.

Karate beginnt mit der Grundschule (Kihon). Dabei werden alle Hand- und Fußtechniken, sowie deren Kombination erlernt und beständig geübt. Die in der Grundschule gelernten Techniken werden mit Hilfe eines Partners weiter geübt, wobei Angriff, Abwehr und Gegenangriff festgelegt sind (Gohon Kumite). Die Beherrschung der Grundtechniken, besonders aber das Abstoppen der Angriffstechniken ist Voraussetzung für das freie Angreifen und Abwehren (Ippon Kumite). Der Karateschüler wird durch das Einüben von zunächst festgelegten Formen allmählich zu immer freieren Kampfformen bis hin zum freien Kampf (Jiyu Kumite) geführt. Hier wird im Rahmen der Wettkampfregeln versucht, einen Punkt durch optimale Technik und Kampfgeist zu erreichen. Auch einzeln zu übende Formen (Kata), ein festgelegter Ablauf von Techniken gegen mehrere imaginäre Gegner, sind Teil des Trainings. Sie sind wesentlicher Bestandteil einer jeden Gürtelprüfung, so dass auf dem Weg vom Anfänger zum Schwarzgurt neun Katas erlernt werden.